Die Treppe – Gebrauchsgegenstand oder Designelement?

Eine Treppe dient dazu, Höhenunterschiede zu überwinden, mit ihr können Sie von einem Stockwerk zum anderen gelangen. Sie besteht aus aufeinanderfolgenden Stufen und in der Regel einem Geländer mit Handlauf, welches als Absturzsicherung dient – in erster Linie also ein unverzichtbarer Gebrauchsgegenstand. Ohne Treppe geht es in der Regel weder hinauf noch herunter, wenn nicht gerade ein Fahrstuhl zur Verfügung steht, sie ist das Bindeglied zwischen den verschiedenen Stockwerken eines Hauses oder den unterschiedlichen Höhen oder Ebenen eines Außenbereiches, eines Gartens, einer Landschaft.

Und weil Treppen so extrem häufig im Einsatz sind, ist die sichere Begehbarkeit oberste Priorität. Sowohl Stufenabstand als auch Stufenbreite sind in Deutschland mit der DIN 18 065 „Maßliche Anforderungen an Treppenbauwerke“ geregelt, die ein sicheres und angenehmes Begehen ermöglichen sollen.

Neben ihrer Funktionalität sind Treppen- und Geländeranlagen ein wichtiges architektonisches Gestaltungselement, daher ist die sorgfältige Auswahl des Designs von großer Bedeutung. Schließlich wechselt man eine Treppe nicht alle paar Jahre wie ein Möbelstück, eine Treppe soll nach einigen Jahrzehnten immer noch gefallen und gut und gepflegt aussehen, obwohl sie – Stufe für Stufe – ständig mit Füßen getreten wird. Ein Haus wird in der Regel individuell nach den Vorstellungen und dem Geschmack des Bauherrn geplant und verwirklicht.

Wir von der Firma Bühler-Treppen bemühen uns durch eine sorgfältige und ausführliche Beratung sowie eine handwerklich ausgereifte Produktion Ihre Wünsche zu verwirklichen. Wir möchten, dass unsere Treppen und Geländer sich ideal in Ihre Umgebung einpassen und Sie auch nach Jahrzehnten noch mit unseren Produkten zufrieden sind.

Stufenmaterial

Wangentreppe

Kaum ein Bauelement wird so beansprucht wie die Stufen einer Treppe. Daher versteht es sich von selbst, dass bei der Herstellung von Treppenstufen ausschließlich solide Materialien verarbeitet werden, die sich durch lange Haltbarkeit, Belastbarkeit und Abriebfestigkeit auszeichnen.

Die Stufen von hochwertigen Innentreppen werden in der Regel aus Harthölzern hergestellt, üblicherweise findet hier massives Buchenholz Verwendung, andere klassische Stufenhölzer sind z. B. Eiche, Ahorn und Nussbaum, mittlerweile auch ausländische Hölzer wie Teakholz oder das sehr wetterbeständige Bangkirai. Einfache, kostengünstige Treppenstufen werden bisweilen aus Kiefernholz hergestellt, eine eher schlechte Wahl, da das weiche Holz der starken Beanspruchung nicht sehr lange standhält und schnell unansehnlich wird.

Die Verwendung von Stufen aus Stahl und Glas im Innenbereich in architektonisch modernen Bauten wird zunehmend beliebter.

Stufen im Außenbereich bestehen unter anderem aus Materialien wie Naturstein (Granit, Marmor, Schiefer), Beton oder Metall. Naturstein kommt von bruchrauh bis hin zu polierter Oberfläche zum Einsatz. Ein Mangel an

Bruchfestigkeit kann durch Bewährungen aus Stahl ausgeglichen werden.

Die höchste Festigkeit, auch was den Abrieb der Oberfläche angeht, hat Granit, gefolgt von Marmor. Dieser ist zwar nicht ganz so stabil, liefert aber die schönsten Farben und Musterungen und wird daher auch gern und oft für repräsentative Treppen verwendet. Sandstein und Schiefer bilden das Schlusslicht in Punkto Abriebfestigkeit, und sind vielfach bei Altbauten anzutreffen.

Betonstufen zeichnen sich aus durch ein Maximum an Witterungsbeständigkeit, daher ist Beton ein idealer Werkstoff für den Außenbereich. Industriell eingesetzt findet er sogar ohne jeglichen Stufenbelag Verwendung. In Wohngebäuden dient er als Unterkonstruktion für unterschiedlichste Arten von Stufenbelägen.

Bei Stufen aus Fliesen werden wir unweigerlich an das Flair südländischer Häuser und Bauten erinnert. Da Fliesen aber nur bedingt frostsicher sind, können sie in Regionen mit strengen Wintern nicht verarbeitet werden.

Interessante Stufenmaterialien früher Jahrhunderte sind unter anderem Ziegel und das sehr dekorative Gusseisen, welches heute wieder stark im Kommen ist.

In Gewerbe- und Industriebauten finden wir vielfach auch Stahlstufen z. B. aus Riffelblech und Tränenblech, im Außenbereich Gitterroststufen, die auch bei Nässe und Kälte noch nahezu rutschsicher sind.

Edelstahlstufen und Glasstufen werden mittlerweile vermehrt im exklusiven Wohnungsbau eingesetzt.

Es eröffnet sich also eine riesige Auswahl an verwendbaren Stufenmaterialien, die höchstens noch durch den eigenen Geldbeutel eingeschränkt werden könnte.

Geländer – Sicherheit zuerst!

Ein Geländer an einem Balkon, einer Terrasse oder einer Treppe dient der Absturzsicherung oder „Personenführung“, wie der Fachmann auch sagt.

Wir finden Geländer überall dort, wo eine Sicherung notwendig ist, z. B. in Gebäuden an Treppen, Balkonen, Dachgärten oder an Fenstern, die bis auf den Boden reichen.

Im Außenbereich werden Böschungen, Brücken, Ufer, Aussichtstürme und natürlich auch Treppen mit Geländern abgesichert.

Die Materialien, aus denen Geländer hergestellt werden sind Holz, Edelstahl, Schwarzstahl, Glas, Beton und andere.

Neben seiner Sicherheitsfunktion wird ein Geländer auch oft als gestaltendes architektonisches Element eingesetzt mit prägnantem Eindruck auf den Gesamtbereich.

Allerdings wird in Deutschland die Form der Geländer von Treppen sowohl von der Norm 18065 als auch den Landesbauverordnungen und den Unfallverhütungsvorschriften vorgegeben bzw. eingeschränkt.

So muss z. B. in Gebäuden bei Treppen mit mehr als 3 Stufen ein Geländer vorgesehen werden.

Geländer bestehen üblicherweise aus folgenden Teilen:

  • dem horizontalen Handlauf
  • den Geländerpfosten, auf die der Handlauf montiert wird
  • den Stäben oder Füllungen zwischen den Pfosten; Füllungen können aus Lochblech, Seilen, Glas oder anderen Materialien und Formen bestehen
  • bei senkrechten Stäben oder Staketen (breite Stäbe aus Holz) wird oftmals oben und unten ein horizontaler Stab oder eine Leiste als sogenannter Ober- bzw. Untergurt angebracht.

Der Abstand der Geländerstäbe darf in Deutschland nicht mehr als 12cm betragen, damit kleine Kinder sich nicht hindurchzwängen können.

Die Höhe eines Treppengeländers im üblichen Wohnbereich muss – an der Stufenvorderkante gemessen – eine Höhe von mindestens 90cm haben.

Die statische Berechnung von erforderlichen Materialstärken und die Beschaffenheit der Verbindungsmittel sollten unbedingt einem erfahrenen und hierfür ausgebildeten Fachmann überlassen werden, damit Ihre Wunschtreppe auch die entsprechende Sicherheit bietet.